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Spanien
Andalusien, Ceuta und Melilla
Einschl. Costa de Almería, Costa del Sol und Costa de la Luz
Die Gebirgsregion Andalusien liegt ganz im Süden Spaniens. Sie hat reiche Mineralvorkommen und ist ein wichtiges Anbaugebiet für Oliven, Weintrauben, Apfelsinen und Zitronen.
DAS LANDESINNERE: Die Provinzhauptstadt Sevilla ist eine der größten Städte Spaniens; die 500 Jahre anhaltende Maurenherrschaft hat hier zahlreiche Spuren hinterlassen. Die Kathedrale ist das größte gotische Bauwerk der Welt. Sie hat eine äußerst umfangreiche Sammlung gotischer Kunstwerke und Steinmetzarbeiten zu bieten. Von der Giralda, dem 93 m hohen Turm, hat man eine prachtvolle Aussicht. Bedeutend sind außerdem der Alcázar, der Festungspalast der arabischen Könige und der Torre del Oro (1220 m), ein maurischer Festungsturm.
In Córdoba im Nordosten stehen weitere Überreste des muselmanischen Weltreichs. Besonders eindrucksvoll sind die bemalten Säulen und Bögen der Moschee aus dem 8. Jahrhundert, dem bedeutendsten religiösen Bauwerk, das die Araber auf europäischem Boden schufen. Das Bauwerk ist heute eine Kathedrale.
In Granada steht die Alhambra, die Residenz der maurischen Könige. Der Palast ist umgeben von den wunderschönen Gärten von Generalife. In der prächtigen Kathedrale von Granada liegen die Grabmäler von König Ferdinand und Königin Isabella.
Südlich von Granada, etwa 40 km von der Küste entfernt, liegt das Hochland der Sierra Nevada, einer fast horizontal verlaufenden Bergkette mit den höchsten Erhebungen der Iberischen Halbinsel. Eine Straße führt fast bis zum Gipfel des 3400 m hohen Pico de Veleta, außerdem werden Busfahrten dorthin angeboten. In diesem Teil Spaniens kann man einen Winterurlaub mit Wassersport und Strandurlaub an der sonnigen Mittelmeerküste verbinden (s. u.). Capileira (südlich des Pico de Veleta), Borreguiles und Pradollano (beide in der Solynieve-Region) sind vielbesuchte Urlaubsorte in den Bergen.
Das historische Jaén ist die wichtigste Stadt im Nordwesten der Sierra Nevada. Unter den zahlreichen historischen Gebäuden und Kunstschätzen sind besonders das Museo Provincial (Heimatmuseum), die Kathedrale und die Burg Santa Catalina hervorzuheben. Baeza liegt etwa 48 km von Jaén entfernt. Die aristokratische Bauweise der Herrenhäuser wirkt durch den Goldton der Steine besonders eindrucksvoll.
Etwa 10 km von Baeza und 58 km von Jaén entfernt liegt Ubeda mit zahlreichen Renaissance-Palästen.
COSTA DE ALMERIA: Im Osten der Costa del Sol liegt die Provinz Almería. Die gleichnamige Hauptstadt ist eine ehemalige arabische Hafenstadt mit zahlreichen maurischen Häusern vor der Silhouette zweier Burgen. Die Stadt liegt in einer weiten Bucht, die Umgebung ist hügelig mit subtropischer Vegetation. Die Kathedrale (16. Jh., schöne Renaissancefassade), die Kirche Santiago el Viejo und die Ruinen der maurischen Burg Alcazaba sind sehenswert.
Urlaubsorte an der Costa de Almería: Adra, Roquetas, Cabo de Gata, Aguadulce, Mojácar und San José.
Die COSTA DEL SOL erstreckt sich von der Costa de Almería an der andalusischen Mittelmeerküste entlang bis nach Tarifa im Süden.
Málaga ist die bedeutendste Stadt dieser Region. Eine neue Attraktion für Kunstinteressierte ist das Picasso Museum. Nur ein paar Kilometer von Malaga entfernt liegen die berühmten Urlaubsorten Marbella und Torremolinos. An der über 160 km langen Küste kann man trotz dichter Besiedlung noch fast leere Strände finden. Die Stadt Nerja ist auch als »Europas Balkon« bekannt. Der Name bezieht sich auf einen hoch über dem Meer gelegenen Aussichtspunkt, der einen beeindruckenden Rundblick auf das Mittelmeer ermöglicht. Im gleichen Vorgebirge liegen einige guterhaltene prähistorische Höhlen. Von Málaga aus kann man Ausflüge ins Hinterland machen, besonders empfehlenswert ist eine Fahrt zur alten Bergstadt Ronda in der Sierra de Ronda.
Urlaubsorte an der Costa del Sol: Calahonda, Torre del Mar, El Palo, Málaga, Nerja, Torremolinos, Benalmádena Costa, Fuengirola/Mijas, Marbella, San Pedro de Alcántara und Estepona.
Die COSTA DE LA LUZ mit ihren endlosen Sandstränden erstreckt sich an der südlichen Atlantikküste von Tarifa bis an die portugiesische Grenze. Von Algeciras gibt es Fährverbindungen nach Tanger und Ceuta an der nordafrikanischen Küste und zu den Kanarischen Inseln. Die Strecke zwischen Algeciras und Cádiz ist eine der schönsten des Landes mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Straße von Gibraltar, die nordafrikanische Küste und sogar das Atlasgebirge. Wahrzeichen von Cádiz sind die Aussichtstürme (Miradores) und die hübschen weißen Häuser. Cádiz ist eine der ältesten Städte der Iberischen Halbinsel. Die Academia de Bellas Artes enthält eine bedeutende Gemäldesammlung (Murillo, Rubens). In der Provinz Huelva liegt die Stadt El Rocío. Im Norden der Provinz Huelva liegen die wunderschönen Tropfsteinhöhlen Grutas de las Maravillas in Aracena und der Nationalpark Coto de Doñana (s. o.).
Urlaubsorte an der Costa de la Luz: Barbate, Algeciras, Tarifa, Conil de la Frontera, Chiclana de la Frontera, Cádiz, El Puerto de Santa María, Rota, Chipiona, Sanlúcar de Barrameda, Torre la Higuera, Mazagón, Punta Umbría, El Rompido, La Antilla und Isla Cristina.
DIE AFRIKANISCHEN ENKLAVEN: Der Freihafen Ceuta liegt an der nordafrikanischen Küste. Die Kathedrale und der Plaza de Africa in der Innenstadt sind sehenswert. Im Vorgebirge befinden sich die Ruinen der alten Festung. Es gibt Busverbindungen nach Marokko und eine Fährverbindung mit Algeciras auf dem Festland.
Der Freihafen Melilla, ebenfalls an der nordafrikanischen Küste gelegen, ist eine sehr moderne Stadt. Einige historische Bauwerke, darunter eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert, sind erhalten geblieben. Autofähren von Málaga und Almería stellen die Verbindung zum Festland her.
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